Seht her!

Wir haben Schulwege in der Schweiz analysiert, um sie sicherer zu machen. Sehen Sie den Film aus der Kinder- und Erwachsenenperspektive.

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Die Schulwege der Schweiz aus Kindersicht

Wir wollen die Schulwege in der Schweiz sicherer machen. Dazu haben wir die Schulwege von drei Kindern gefilmt und analysiert. Sehen Sie in den Videos, welchen Herausforderungen sich die Kinder stellen mussten und worauf Sie als Erwachsene besser achten sollten.

Schulweganalyse der Familie Escaleira

Schulweganalyse der Familie Firl

Schulweganalyse der Familie Kohler

Das Making-of zum Film „Seht her!"

Mit Hilfe von Eye-Tracking-Brillen haben wir Schulwege in der Schweiz analysiert, um auf mögliche Gefahren hinzuweisen und die Schulwege so sicherer zu machen. Dank dieser Technologie ist es möglich, die Sicht von Kindern im Strassenverkehr noch besser nachzuverfolgen. Und das ist entscheidend: Erwachsene können dadurch das Verhalten von Kindern im Strassenverkehr viel besser einschätzen. Wie das Ganze funktioniert, erfahren Sie in unserem spannenden Making-of zum Film.

Unser Schulweg

Der Strassenverkehr aus Kindersicht

Die Wahrnehmung von Kindern unterscheidet sich stark von der Wahrnehmung Erwachsener. Auf dem Schulweg fassen Kinder daher viele Situationen ganz anders auf und reagieren entsprechend unerwartet. Wie genau, das wollen wir Ihnen auf dieser Seite erklären.

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Woah Carbots!
Cool!

Schau mal, das coole Plakat!

Lass dich nicht ablenken. Achte immer auf den Verkehr.

Kinder reagieren auf äussere Einflüsse sehr spontan und fokussiert. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich dabei stärker auf spielende Kinder, Tiere oder visuelle Reize als auf den Verkehr. Dass Kinder erst etwa ab 14 Jahren in der Lage sind, sich auf zwei Dinge gleichzeitig zu konzentrieren, macht sie für Verkehrsteilnehmer oft unberechenbar.

Die Strasse
ist frei.
Oh
Kinder!

Haben Autos echte Augen?

Nein, nur der Fahrer kann dich sehen.

Bis zum Alter von acht Jahren handeln Kinder sehr ich-bezogen. Deswegen können sie sich nur schwer in andere Personen hineinversetzen. Sehen sie zum Beispiel ein fahrendes Auto, gehen sie davon aus, dass das Auto sie ebenfalls sehen kann. Auch verstehen sie nicht, dass es nicht sofort anhalten kann, sondern einen Bremsweg benötigt.

Das Auto ist
gleich da.
Wow ist das
schnell!

Sind wir schneller als das Raketenauto?

Bleib kurz stehen und warte, denn das ist sicherer.

Die Raumwahrnehmung von Kindern bis 12 Jahre ist anders als die Erwachsener. Aus diesem Grund können Kinder Distanzen und Geschwindigkeiten weniger gut einschätzen. Sie wissen nicht, wie schnell ein Auto fährt oder wie viel Zeit sie haben, um eine Strasse zu überqueren.

Vorsicht
da kommt
ein Bus!
Wo?

Wo kommt der Bus plötzlich her?

Aufgrund deiner Grösse kannst du nicht alles sofort sehen.

Kinder haben aufgrund ihrer Körpergrösse gegenüber Erwachsenen eine begrenzte Sichthöhe. Sie können daher gewisse Strassenabschnitte schlecht überblicken und sind selber schlecht sichtbar für Autofahrer. Auch ihr Blickfeld ist um ein Drittel kleiner. Bis zum Alter von acht Jahren ist sowohl ihre Links-Rechts-Orientierung als auch die genaue Zuordnung von Geräuschen im Strassenverkehr noch nicht vollständig ausgebildet.

Ist das Auto schneller als der Wind?

Nein, du hast es nur zu spät bemerkt.

Kinder haben eine erheblich verzögerte Reaktionszeit und damit ein erhöhtes Unfallrisiko. Herannahende Autos oder Fahrräder bemerken sie daher später als Erwachsene. Erst mit ca. 15 Jahren ist ihre Reaktionsgeschwindigkeit voll entwickelt.

Du darfst
erst loslaufen,
wenn es grün ist.
Jetzt können
wir über die
Strasse gehen.

Darf ich über die Strasse gehen?

Erst, wenn die Ampel grün ist und die Autoräder stillstehen, gehen wir los.

Um Verkehrssituationen sicher zu meistern, braucht es gute Vorbilder. Denn im Kindergartenalter lernen Kinder vor allem durch Nachahmung. Sie orientieren sich vor allem an Eltern und anderen Erwachsenen. Insbesondere an Ampeln und Zebrastreifen ist es wichtig, dass Kinder das richtige Verhalten lernen.

Das Schulwegposter zum Ausdrucken

Drucken Sie das Schulwegposter aus und üben Sie gemeinsam mit Ihrem Kind den Schulweg. Erklären Sie ihm, worauf es achten muss, um sicher ans Ziel zu gelangen.

Quelle
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